Deutsche Oper am Rhein

Das Düsseldorfer Opernhauses wurde nach den Plänen des Architekten Ernst Giese als Theater gebaut und nahm 1875 den Betrieb auf.

Die denkmalgeschützte Rheinoper wurde in drei Bauabschnitten 2006-2007, 2010 und 2011 grundlegend modernisiert. Mit Hilfe geeigneter Simulationen in einem Computersimulationsmodell und detaillierter raumakustischer Messungen konnte eine sichere Vorhersage über die notwendigen Maßnahmen für optimale raumakustische Bedingungen in Orchestergraben, im Proszenium und im Saal getroffen werden:

2007 wurde eine neue, zunächst nur etwas erweiterte Geometrie des Orchestergrabens mit diffusierenden Tieftonabsorbern realisiert.

2010 erfolgte der Einbau weitreichender raumakustischer Maßnahmen im Proszenium: neue Orchesterreflektoren und diffusierende Proszeniumswände wurden in der Spielzeitpause 2010 montiert. 2011 wurde der Orchestergraben um eine Sitzreihentiefe saalseitig vergrößert, um größere Orchesterbesetzungen zu ermöglichen und die Schallpegelbelastung der Musiker im Orchestergraben zu senken.

Das Ergebnis ist ein deutlich höherer Kontakt im Orchestergraben und ein deutlich homogenerer Klang im Saal. Zugleich konnte der Schallpegel im Orchestergraben lokal um 3 bis 8 dB abgesenkt werden. Bei der Sanierung wurde durch die Formulierung von Anforderungen an den Hintergrundschallpegel der Lüftungsanlage dessen Schallpegelproduktion deutlich verringert. Die resultierende verbesserte Raumakustik und verringerten Schallpegel wurden in Abnahmemessungen verifiziert.

Projektzeitraum: 2006 - 2008 + 2010 - 2012

 

Auftraggeber: 
Stadt Düsseldorf
Stadt: 
Düsseldorf
Arbeiten: 
Komplette raumakustische Beratung der Modernisierung und Erweiterung des Orchestergrabens, des Proszeniums und des Saals mit Hilfe detaillierter raumakustischer Messungen und Computersimulationen. Beratung der Schallpegel der Lüftung. Abnahmemessungen
Architekten: 
Architekten BHV (2006 - 2008) HPP (2008 - 2012)